Judo-Gemeinschaft Uelzen
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Was ist Judo ?

Judo ist ein Wettkampfsport, der aus der asiatischen Selbstverteidigung entstanden  ist. Der japanische Professor Jigoro Kano entwickelte bereits während  seiner Studentenzeit vor gut 100 Jahren das Judo, indem er aus der uralten Selbstverteidungskunst der japanischen Ritter (Samurais) - dem Jiu Jitsu - alle  gefährlichen und schmerzhaften Techniken entfernte oder verbesserte, so dass für einen sportlichen Wettkampf die notwendigen Angriffs- und  Verteidigungselemente vorhanden waren. 

Die Bezeichnung Judo setzt sich aus den beiden japanischen Begriffen "Ju" (= edel, vornehm, sanft) und "Do" (= Weg, Prinzip, Grundsatz) zusammen. Übersetzen kann man das Wort somit als "sanfter Weg".

Der Grundgedanke beim Judo besteht darin, dass man die Kraft und/oder den Schwung eines Angreifers so ausnutzt, indem man durch  eigenes Nachgeben unter Anwendung einer Judo-Technik den Angreifer auf den Rücken wirft und ihn  evtl. noch am Boden mit einem Festhaltegriff, einem Armhebel oder sogar mit einem Würgegriff zur Aufgabe zwingt.

Damit es hierbei nicht zu Verletzungen kommt, wird Judo auf  speziellen Matten ausgeführt und jeder Judoka erlernt des schmerzlose Fallen. Außerdem herrscht ein strenges Reglement, das im Wettkampf durch Kampfrichter und beim  Training durch die Übungsleiter, aber auch durch die Judokas selbst rigoros beachtet wird. Der Partner im Training oder der Gegner im  Wettkampf soll wohl besiegt, aber nicht "niedergemacht" werden.

Bereits hier kann man erkennen, dass beim Judo sehr viel Wert auf die Charaktereigenschaften des Judoka gelegt wird. Ganz wie von selbst werden soziale Verhaltensweisen erlernt , indem den Mitübenden Achtung, Respekt und Vertrauen entgegengebracht wird: Denn  wohlgemerkt, Judo ist ein Sport zum Anfassen! Jeder Judoka benötigt zum Trainieren ein Partner - ohne Partner lässt sich keine  einzige Judo-Technik erlernen und ausführen.

 

Durch das Judo-Training werden mit viel Spaß und oftmals mit spielerischen Mitteln die allgemeinen körperlichen Fähigkeiten des Judoka entwickelt, so dass Kraft, Schnelligkeit,  Gewandtheit, Ausdauer und Beweglichkeit verbessert sind. Gerade bei  Kindern werden häufig Koordinierungsprobleme im Bewegungsapparat erkannt, die durch das Judo-Training behoben werden können.

Durch die Verbesserung der allgemeinen körperlichen Fähigkeiten und durch das Wissen und Können der Anwendung von Judo-Techniken geht bei vielen Personen eine Erhöhung der Selbstsicherheit einher und so wird dadurch das Selbstbewußtsein  bestärkt.

Den Leistungs- und Wissensstand eines Judoka kann man in etwa an der Farbe seines Gürtels erkennen. Grundsätzlich gilt: Je  dunkler die Gürtelfarbe ist, desto höher ist der Ausbildungsstand.

Derzeit gibt es im Deutschen Judo-Bund acht Schüler- oder auch Kyu-Grade, nämlich: weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange,  grün-orange, grün, blau, braun.

Dann wären da noch die Meister- oder DAN-Grade, nämlich: 1. DAN - 5. DAN = schwarz; 6. DAN - 8. DAN = rot-weiß oder schwarz; 9. u.  10. DAN = rot oder schwarz.

Zum Judosport benötigt man lediglich einen Judo-Anzug mit einem (zunächst weißen) Gürtel. Weiterhin ein paar Bade- oder Judo-Slipper,  sowie Waschzeug. Judo wird nämlich barfuß ausgetragen und wegen des unvermeidlichen Körperkontaktes muss eine strenge Hygiene eingehalten  werden. Judo ist somit ein "billiger" Sport.

Judo ist eine im Deutschen Sportbund integrierte  Sportart und wird über das BMI gelenkt und gefördert. Es werden Meisterschaften von der Kreisebene bis zu den Deutschen Meisterschaften  durchgeführt in etlichen verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen  getrennt nach Geschlechtern. Lediglich das Training wird zusammen ausgeübt. Weiterhin gibt es Europa- und Weltmeisterschaften im Erwachsenen-Bereich und seit 1964 ist Judo auch olympische Disziplin.

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